Schulkunst Baden Württemberg – Landesausstellung 2018

Im Haus der Wirtschaft in Stuttgart eröffnete Staatssekretär Volker Schebesta MdL am 17. September die Schulkunst-Landesausstellung 2018 nach der Begrüßung durch Dr. Carsten Rabe, Leiter des Referats für „Jugend und kulturelle Angelegenheiten“. Hierauf folgte eine Einleitung zum Thema durch den Kunsthistoriker Dieter Brunner, ehemaliger Ausstellungsleiter der Städtischen Museen.

1984 hat das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg das Aktionsprogramm zur Förderung der musisch-kulturellen Erziehung an den Schulen des Landes ins Leben gerufen. Teil dieses Programms ist das Förderprogramm „Schulkunst“. Seitdem setzen wechselnde Schulkunst-Themen besondere Impulse für die Unterrichtspraxis an Schulen. Neben der Stärkung der künstlerischen Arbeit strebt das Programm zudem in schulischen Präsentationen sowie schulartübergreifenden Ausstellungen und den großen Landesausstellungen eine engere Verbindung zur Öffentlichkeit an.

Bis zum 6. Oktober waren im Rahmen der diesjährigen Schulkunst-Ausstellung mehr als 500 Arbeiten von Schülern zum Thema „Bild-Material-Objekt“ zu sehen. Die Ausstellung dokumentierte keinen Wettbewerb, sondern sie zeigte das Spektrum des ästhetischen Arbeitens an allen Schularten des Landes Baden-Württemberg gleichberechtigt nebeneinander. Im Fokus stehen die eigenen Ideen der Schüler.

Entstanden sind die Ausstellungsstücke in den Schuljahren 2016/17 und 2017/18 im Kunstunterricht. Beim diesjährigen Motto haben sich die Schülerinnen und Schüler experimentell mit unterschiedlichen Materialien, Bildern und Objekten beschäftigt und dadurch neue Ausdrucksmöglichkeiten gefunden. Objekte wurden erschaffen, gezeichnet, inszeniert. Fundstücke aus der Natur sowie Abfallprodukte wurden verwandelt und in neue Kontexte gesetzt, wobei die künstlerischen Lösungen eine außerordentliche Vielfalt aufwiesen.

In den vergangenen zwei Jahren wurden die Kunstwerke bereits in regionalen Ausstellungen an 21 staatlichen Schulämtern präsentiert. Als Höhepunkt des zweijährigen Turnus stellt die Landesausstellung „Schulkunst“ jetzt hier eine repräsentative Auswahl der regionalen Ausstellungen vor. Konzipiert und umgesetzt wurde das Schulkunst-Programm im Auftrag des Kultusministeriums vom Landesinstitut für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik. Federführend waren hier Frau Ulla Köplin und die Regierungsschuldirektorin Dr. Christina Stahl.

Besonderer Erwähnung bedarf auch das Schulkunstarchiv Baden-Württemberg, das in die diesjährige Schulkunst-Landesausstellung integriert war.

Seit 2007 sichert und dokumentiert dieses Archiv die Ergebnisse des Kunstunterrichts aller Schularten Baden-Württembergs. Es zeigt die sich wandelnden didaktischen Strömungen von ca. 1880 bis in die Gegenwart im Kontext der jeweils gültigen Lehrpläne auf. Die Präsentation umfasst 10 Kapitel und endet mit der Kunst des 20. Jahrhunderts. Inzwischen sind mehr als 7000 Arbeiten von etwa 1880 bis in die Gegenwart archiviert.  Der Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen, so die Organisatorin, Ulla Köplin. Die Kunst des 21. Jahrhunderts soll folgen.

Eine höchst gelungene Ausstellung, die das breite Spektrum des ästhetischen Arbeitens an den Schulen sowie die große Bedeutung der kulturellen Bildung sichtbar macht, so MdL Dr. Rainer Balzer.