AfD stellt sich hinter die Forderungen der Arge Stuttgart zur Sicherung der Unterrichtsversorgung

Die AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg stellt sich vollumfänglich hinter die Forderungen der Arbeitsgemeinschaft der Elternbeiräte an Gymnasien. Dies betont AfD-Landtagsabgeordneter Dr. Rainer Balzer, bildungspolitischer Sprecher seiner Fraktion, im Anschluss an die heutige Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft der Elternbeiräte an Gymnasien (Arge) im Regierungsbezirk Stuttgart. „Offenbar ist die Situation vor Ort noch sehr viel gravierender, als aus den bisherigen Stichproben des Kultusministeriums ersichtlich wurde“, so Balzer.

Grüne Landesregierung für Lehrermangel ursächlich verantwortlich

Für die momentane Misere ist die grüne Landesregierung ursächlich verantwortlich, analysiert der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion der AfD im Landtag von Baden-Württemberg, habe sie doch bereits in der vergangenen Legislaturperiode mit unzutreffenden Prognosen den zukünftigen Lehrerbedarf kleingerechnet. „Eine typische grünrote Landespolitik. Linke Parteien haben ein Problem mit Autoritäten. Sie betreiben die Untergrabung des Ansehens des Lehrerberufes und zerstören das Gymnasium. Diese Politik ist angesichts der Pensionierung geburtenstarker Jahrgänge kaum mehr auszugleichen – und die Schüler müssen jetzt darunter leiden“, bedauert Dr. Rainer Balzer. „Wir fordern insbesondere eine bessere Unterrichtsversorgung im Gymnasium. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Unterrichtsversorgung am Gymnasium, insbesondere in den oberen Klassen, vernachlässigt wurde zugunsten der Unterrichtsversorgung an Gemeinschaftsschulen. Doch gerade hier sind die fachlichen Anforderungen so hoch, dass sich der Schüler hier den Unterrichtsstoff nicht selbst beibringen kann“, gibt Dr. Balzer zu bedenken.

AfD für eine höhere Krankheitsreserve und gegen eine Entlassung von Referendaren und angestellten Lehrern über die Sommerferien

Bereits in der Vergangenheit hat die AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag viele der Forderung gestellt, die nun von der Arbeitsgemeinschaft der Elternbeiräte an Gymnasien im Regierungsbezirk Stuttgart ebenfalls erhoben wurden. In verschiedenen Anträgen und Anfragen forderte die AfD-Fraktion eine höhere Unterrichtsversorgung mit einer genügend hohen Krankheitsreserve. „Eine Unterrichtsversorgung mit 110 Prozent durch zusätzliche Planstellen halten wir für notwendig. Im Zuge der Haushaltsplanungen hat die AfD-Fraktion Zulagen für Fächer und für Regionen mit geringen Bewerberzahlen gefordert. Auch die Ausbildung von examinierten Lehrern an Seminaren zu einer zusätzlichen Facultas für Mangelfächer ist eine gute Möglichkeit, um die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten. In diese Möglichkeit sollte intensiviert werden“, erläutert der AfD-Politiker.

AfD bereitet Antrag zur Einführung des G9 mit Überholspur vor

Insbesondere die Forderung zur Einführung eines G9 als Regel-Gymnasialzeit mit „Überholmöglichkeit eines Jahrgangs“ nach dem Vorbild des Nachbarlandes Bayern wird von der Fraktion unterstützt. Ein entsprechender Antrag ist in Vorbereitung, so Balzer. In einer aktuellen Debatte wurde dieses Thema im Frühsommer auf die Tagesordnung gehoben. „Angesichts der eklatanten Unterrichtsausfälle bedeutet eine achtjährige Gymnasialzeit in Wirklichkeit eine lediglich siebenjährige Lernzeit bis zum Abitur. Dies ist definitiv zu wenig, um die ersten Universitätssemester erfolgreich zu absolvieren.“