Dr. Balzer – Denkmalreise 2018

Im Rahmen der Denkmalreise 2018 besuchte Staatssekretärin Karin Schütz am 6. September den Regierungsbezirk Karlsruhe.

Hier wurde das reiche kulturelle Erbe Baden-Württembergs wie auch die wertvolle Arbeit der Denkmalpflege besonders offenkundig.

Getreu dem Motto des diesjährigen Tages des offenen Denkmals „Entdecken, was uns verbindet“ wurde deutlich, dass Denkmale Brücken schlagen können zwischen Baustilen, Regionen, Kulturen und Menschen.

Erste Station des Tages war die „Hubwegbrücke“.

Die 1907 errichtete Brücke steht unter Denkmalschutz und überführt die Hubstraße über die durchgehende Bahnstrecke Karlsruhe-Mühlacker.

Das Kulturdenkmal Hubwegbrücke mit ihrer genieteten Stahlfachwerkkonstruktion ist die einzige Straßenbrücke, die aus der Zeit des Neubaus der Karlsruher Bahnanlagen erhalten werden kann. Sie hat durch ihre charakteristische Form des Stahlfachwerkelements eine wichtige ortsbildprägende Bedeutung.

Gerade vor dem Hintergrund des Totalverlustes der übrigen Brücken aus der Bauzeit des heutigen Karlsruher Hauptbahnhofs ist die Bereitschaft der Stadt, die Hubwegbrücke zu erhalten und in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege zu sanieren, vorbildlich.

Auch soll die Hubwegbrücke weiterhin ihrer ursprünglichen Bestimmung dienen und nicht nur als funktionsloses Monument aus der Zeit des Ausbaus der Bahnanlagen erhalten werden, was seitens des Landesdenkmalsamtes nachhaltig unterstützt wird.

Substanzerhalt sowie Beibehaltung des ursprünglichen Erscheinungsbildes sind darüber hinaus oberstes Ziel. Allerdings sind diese Maßnahmen gegenüber einem dem Zweck angepassten Neubau erheblich aufwendiger und kostenintensiver. Die Stadt konnte die Brücke aus wirtschaftlichen Gründen daher nur mit Zuschüssen sanieren und dauerhaft erhalten.

Im Rahmen ihres Besuches übergab nun Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz den Zuwendungsbescheid des Landesamtes für Denkmalpflege in Höhe von 44.890 Euro an das Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe. Ebenfalls erhielt die Stadt eine Zuwendung der Denkmalstiftung Baden-Württemberg in Höhe von 90.000 Euro.

So ist die Hubwegbrücke ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch Fördermaßnahmen des Landes, der Denkmalstiftung und durch Eigenmittel der Erhalt von Denkmalen gelingen kann.