Dr. Rainer Balzer zur Vorstellung der forsa-Repräsentativbefragung „Gewalt gegen Lehrkräfte aus Sicht der Schulleiterinnen und Schulleiter“

„Gewalt gegen Lehrkräfte muss für die Schüler spürbare Konsequenzen haben. Zudem muss sichergestellt sein, dass sich gerade die Schüler aus schwierigen sozialen Verhältnissen den Konsequenzen nicht  einfach entziehen können. Die Tabuisierung der Gewalt gegen Lehrkräfte,  die Gerhard Brand beklagt, hat die AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg nie praktiziert, sondern vielmehr bereits vor einem Jahr einen besseren Schutz der Lehrkräfte vor Gewalt von Seiten der Schüler beantragt. Für die AfD ist von elementarer Wichtigkeit, dass in Fällen von Gewalt gegen Lehrer der betroffene Lehrer Rückendeckung durch Schulleitungen und das zuständige Regierungspräsidium bekommt.

Doch genau hieran scheint es zu hapern, denn außer allgemeinen Aussagen, dass ‚der Grundsatz der Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber dem Beamten und seiner Familie zu den hergebrachten und zu beachtenden Grundsätzen des Berufsbeamtentums gehöre‘, brachte die Antwort auf die Initiative  keine neuen Erkenntnisse. Auf die Frage, welche Fälle von verbaler Gewalt, körperlicher Gewalt oder Cybermobbing gegen Lehrkräfte in Baden-Württemberg vorkamen und welche Konsequenzen diese Fälle für die Schüler hatten, gab es keine Antworten, denn Gewalt gegen Lehrkräfte wird statistisch nicht erfasst. Bekannt werden nur Einzelfälle, wenn sie wie in dem Fall in Teningen über die Medien an die Öffentlichkeit dringen.

Die Forderung der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Gewalt gegen Lehrkräfte und disziplinarischen Konsequenzen melden zu lassen und statistisch zu erfassen wurde, nun vom VBE teilweise, wenn auch in abgeschwächter Form, aufgegriffen.“