Außenpolitik-Experte Thomas Gruber in Ettlingen

Im Galopp durch das komplexe Sujet der Außenpolitik – dies war das Programm, das Thomas Gruber am 7. Februar in Ettlingen auf Einladung des Ortsverbandes präsentierte.

Dem AfD-Experten, Leiter des Landesfachausschusses Außen- und Sicherheitspolitik, ist es vor prall gefülltem Saal in anderthalbstündigem Vortrag gelungen, die verwirrenden Vorgänge unserer Zeit zu beleuchten und insbesondere auch ihre Bezüge zu den desaströsen innenpolitischen Entscheidungen der Regierung Merkel herauszuarbeiten.

Die immer noch bestehende Feindstaatenklausel der UNO, der völkerrechtlich labile Status der Bundesrepublik, das Wirken hochfinanzierter amerikanischer „Think-Tanks“, das fremdstaatliche Schüren von Syrien-Krieg und Ukraine-Krim-Konflikt stellen sich als die Ankerpunkte heraus, an denen letztlich auch die Erklärung der chaotisch erscheinenden Innenpolitik der Bundesrepublik hängt.

Zur Herstellung geordneter Verhältnisse fordert Gruber im Rückgriff auf das Parteiprogramm der AfD die Besinnung auf das Grundgesetz, und dementsprechend die Beschränkung der Bundeswehr-Aufgaben auf die Landesverteidigung, diejenigen der NATO auf die eines reinen Verteidigungsbündnisses, sowie ein Ende der Feindseligkeiten gegen Russland. Das Team der AfD-Politiker, das dieser Tage im Sinne der Völkerverständigung auf die Krim reiste, setzte hier eine Marke der Vernunft – mit der die AfD ihr Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Politiklandschaft einmal mehr bekräftigte.

Nebenbei gelingt es Gruber, so manches in die deutschen Köpfe injiziertes Propagandamärchen zu entlarven: So läßt sich historisch nachweisen, daß die angeblich so kriegsgefährlichen Deutschen in Wahrheit zu den friedfertigsten Völkern gehören. Mit dem klaren Bekenntnis zum deutschen Vaterland, wie es auch in unserer Nationalhymne besungen wird, traf Gruber den patriotischen Nerv der Zuhörer, die stürmisch Beifall spendeten.

Die rege und oft emotionsgeladene Diskussion, die sich dann unter dem halben Hundert Gäste entwickelte, dürften für Thomas Gruber Ansporn für weitere spannende Vorträge zu diesem brisanten Thema sein.

(P. Rösch)