Gutmenschen und ihre moralisch verbrämte Heuchelei

Linksgrüne Gutmenschen hielten es für eine gute Idee, für sogenannte „Flüchtlinge“ zu bürgen, um ihnen damit die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Sie bürgten schriftlich für jegliche Kosten, damit diese Migranten nicht unserem Sozialstaat zur Last fallen. Seit geraumer Zeit führen die Bahnhofsklatscher von einst und andere sich moralisch für höherstehend haltende Weltverbesserer Klagelieder auf, weil sie nun tatsächlich von den Sozialbehörden in die finanzielle Pflicht genommen werden, denn natürlich sind fast alle dieser Neuankömmlinge im Regelbezug der Sozialhilfe. Man habe doch nicht gedacht, dass man tatsächlich so lange für diese Klientel aufkommen müsse, für die man gebürgt habe, wird unisono geklagt. Claudia „Ich bin so betroffen“ Roth von den Grünen fordert nun einen Fonds, um die armen Gutmenschen von ihrer finanziellen Bürde zu befreien – und die Lasten dem Steuerzahler aufzuhalsen.

Angeblich finden sich doch unter den linksgrünen Gutmenschen so viele Akademiker. Dann dürfte ihnen Schillers „Bürgschaft“ eigentlich bekannt sein. Wenn nicht, ist die Lektüre dringend anzuraten. Die Bahnhofsklatscher wussten ganz sicher, was sie taten, als sie die Bürgschaft unterschrieben, hofften aber darauf, dass sie die Kosten ihrer „hochmoralischen“ Tat beizeiten an den Staat abdrücken könnten. Sie wollten sich als moralisch Besserstehende aufführen oder ganz profan Angehörigen ihres Familienclans das Tor ins gelobte Sozialstaatsparadies Deutschland öffnen – ohne natürlich ernsthaft daran zu denken, die Kosten dafür zu übernehmen. Jetzt über die Einlösung einer Verpflichtung zu klagen, die rechtlich unanfechtbar eingegangen wurde, ist bigott und heuchlerisch. Sich öffentlich als Moralapostel feiern zu lassen, und die Kosten dafür dann klammheimlich an den Steuerzahler abdrücken zu wollen, ist  geradezu erbärmlich.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article173124521/Gruene-Bundestagsvize-Claudia-Roth-fordert-Hilfsfonds-fuer-Fluechtlingsbuergen.html