Experten bei Maischberger – zur Personalie Dr. Christian Pfeiffer

In der Sendung von Sandra Maischberger am vergangenen Mittwoch fiel besonders wieder einmal die Personalie Dr. Christian Pfeiffer, SPD-Mitglied und sogenannter Kriminologe, auf. Pfeiffer, ein echter Achtundsechziger, der schon 2009 in einer Studie, die durch methodische Mängel aufgefallen ist, angeblich zunehmende rechtsextremistische Einstellungen unter Jugendlichen in der ehemaligen DDR konstatiert hat.

Sein Meisterstück lieferte er allerdings schon im Jahr 2000 ab. In einem Gutachten stellte er die unglaubliche Behauptung auf, der kleine Joseph wäre von rechtsradikalen Jugendlichen im Freibad der Stadt Sebnitz unter dem Jubel von 200 Zuschauern ertränkt worden. Vermutlich waren die Zuschauer natürlich auch Rechtsradikale. Die Presse hat diese Story ungeprüft, wie häufig üblich, weiterverbreitet.  Doch es war eine Fake-Nachricht. Nichts an der Geschichte stimmte. Der Junge fiel einem schrecklichen Unfall ohne jegliche Fremdeinwirkung zum Opfer. Dies hat auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder konstatieren müssen. Die Stadt Sebnitz allerdings litt noch lange unter der Rufschädigung, die Pfeiffer zu verantworten hatte.

Trotz des eklatanten gutachterlichen Versagens hat der Ruf dieses sogenannten Wissenschaftlers in entsprechenden Kreisen nicht gelitten. Was sagt uns das, wenn solch ein „Experte“ als Wissenschaftler in einer Fernsehsendung ungehemmt praktisch alles behaupten darf? Dr. Pfeiffer scheint auf dem linken Auge blind zu sein. Schon 1999 hat er eine Gefahr ausschließlich von rechts erkennen wollen und auch heute ist der ehemalige SPD-Justizminister als erfolgreicher „Kämpfer gegen Rechts“ ein beliebter Talkshowgast.